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Hochwasserschutz

Eine Fläche von ca. 550 km² wird aus den umliegenden Gebieten (im Westen die Aindlinger Terrassentreppe, im Süden und Osten das Tertiäre Hügelland) ins Donaumoos entwässert. Durch die Moorsackung können Niederschlagsspitzen nicht mehr vom Torfkörper "aufgesaugt" werden und müssen direkt über die flacher gewordenen Donaumoosbäche abgeleitet werden. Dabei kommt es teilweise zu großen Überschwemmungen. Solche waren beispielsweise in den Jahren 1981, 1985 und 1994.


Hochwasser im Donaumoos

Eine praktikable Lösung des Hochwasserproblems stellen Wasserrückhaltebecken dar. Am Donaumoosrand sind im Entwicklungskonzept 15 solcher Becken vorgesehen, mit insgesamt 700 Millionen Kubikmeter Fassungsvermögen auf einer Gesamtfläche von 1500 ha. Auf den angekauften Flächen werden Dämme aufgeschüttet, die das Wasser zurückhalten und es in kleinen Mengen zeitlich versetzt wieder an die Donaumoosbäche abgeben. Bisher wurden drei Retentionsbecken am südlichen, westlichen und östlichen Rand des Donaumooses auf der Flur von Pöttmes am Seeanger (Landkreis Aichach/Friedberg), am Baierner Flecken und bei Sandizell am Pfaffenfeld gebaut.


Wasserrückhaltebecken im Seeanger und in Sandizell am Pfaffenfeld

In den Becken wird das Wasser so lange zurückgehalten, bis der Wasserstand in den Vorflutern wieder Normalstand erreicht hat. Dies kann mehrere Stunden oder auch einige Tage dauern. Die Weidetiere können in solchen Fällen auf höher gelegene Weideflächen ausweichen.