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2011
19.12.2011: Jetzt ist er da, der erste Schnee und überzuckerte die Landschaft. Ein Wintertag wie aus dem Bilderbuch.


Dezember 2011: Bis zum 14.12.2011 gab es noch keinen Schnee.

08.11.2011: Bundesrat beschließt Neuregelung bei Schlachtung von Freilandrindern.
Nach einer Meldung in der afz – allgemeine fleischer zeitung
45/2011, dürfen ganzjährig im Freiland gehaltene
Rinder künftig mit Genehmigung der zuständigen Behörde
auch im Haltungsbetrieb für den menschlichen Verzehr und Verkauf
geschlachtet werden; eine zugelassene Schlachtstätte muss dafür
nicht auf dem Hof vorhanden sein.
Der Transport ganzjährig im Freiland gehaltener Rinder
in einen Schlachthof sei aufgrund der Wildheit der Tiere ohne
eine Beeinträchtigung der Fleischqualität oft nicht möglich, sowie wirtschaftlich untragbar und für die Transporteure gefährlich. Die Regelung ist allerdings beschränkt
auf einzelne Rinder und eine maximale Dauer von einer Stunde für
den Transport der Schlachtkörper in einen Schlachthof.
Die gemeinsame Initiative der Antragsteller (Albert Schweizer
Stiftung, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft e.V.,
Bund für Umwelt und Naturschutz e.V., Deutschen Büffel-Verband
e.V., Deutschen Tierschutzbund, Neuland e.V., Verein für tiergerechte
und umweltschonende Nutztierhaltung, Pro Vieh e.V., Schweisfurth
Stiftung und Verein zur Förderung der Auerochsenzucht (VFA)
e.V.) hätte damit einen Teilerfolg in Richtung auf Genehmigung
des Weideschusses erreicht.
02.11.2011: Die beiden Informationstafeln über die Baumaßnahme
und das Beweidungsprojekt mit "Auerochsen" wurden an ihrem
endgültigen Standort an der Sandizeller Straße aufgestellt.

24.09.2011: Um Inzucht zu vermeiden wurde Zuchtstier Baron verkauft.
Er war Vater von 21 Nachkommen auf dem Pfaffenfeld. Stier Lücki
übernimmt nun die gesamte Herde. Er ist bereits 3-facher Vater.
02.09.2011: Es herbstelt. Die roten Früchte des
Pfaffenhütchens leuchten in der Abendsonne und die ersten Blätter
verfärben sich bereits. Unsere "Auerochsen" genießen
die angenehme Wärme der letzten Sonnenstrahlen während
der Nahrungsaufnahme.


2010
25.08.2010 - Dammbeweidung
Auf Grund des trockenen Wetters können die Tiere erstmals den Damm entlang des Arrondierungskanals beweiden. Vom frischen Gras sind sie natürlich begeistert.

23.08.2010 - Vielartiger Bewuchs auf dem Damm
Nach dem ersten Schnitt im Juni hat sich die Pflanzendecke des Dammes hervorragend entwickelt. Sie ist viel dichter und artenreicher geworden. Neben verschiedenen Kleesorten blühen gerade besonders Wegwarten, Margeriten, Habichtskraut, Wiesenbocksbart und Nelken. Bienen, Hummeln und Schwebfliegen sammeln Nektar und Blütenstaub.

07.08.2010: Zweiter Test für Hochwasserrückhaltebecken
Tagelanger, heftiger Regen füllte das Rückhaltebecken im Auslaufbereich um ca. 1m und bestand erfolgreich seinen zweiten Testlauf in diesem Jahr. Um den Wasserdurchlauf noch zu verringern, wurde das metallene Steuerschild um weitere 8,5 cm geschlossen.

11.07.2010: Weidefest
Gemeinsam mit dem Donaumooszweckverband und dem Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben veranstaltete die Weidegemeinschaft Pfaffenfeld bei nahezu unerträglicher Hitze ein Weidefest. Anlass waren die Einweihung des 3. Hochwasserrückhaltebeckens und der Abschluss der Flurneuordnung Sandizell.
Neben kommunaler Politprominenz, Berzirks- und Landtagsabgeordneten, Behördenvertretern und den Mitgliedern der Weidegemeinschaft nahmen einige Hundert interessierte Personen an den Führungen teil. Mit einem Pferdeplanwagen konnten sie zu den Weidetieren und Wasserrückhaltungsbauwerken fahren.

19. Juni 2010: Zweiter Zuchtstier
Um Inzucht zu vermeiden, wurde ein zweiter Zuchtstier gekauft und in die Herde integriert. Er stammt aus der Herde von Familie Mages, Lückenrieth im Luhetal, Nähe Weiden, Oberpfalz. "Lücki" ist 2 1/4 Jahre alt, sehr groß, gutmütig, mit den typischen Körpermerkmalen eines "Auerochsen"-Stieres.
Die Einpassung in die Herde verlief problemlos, natürlich mit dem üblichen Verhaltensritual, wie z.B. tiefes Brummen, Breitseite präsentieren, Kopf tief halten und Zunge herausstrecken, sehr langsames Ausführen von Bewegungen.
Lücki wird die Töchter von Baron decken und dazu mit ihnen zu gegebener Zeit auf eine eigene, abgetrennte Weide gebracht.

03. Juni 2010 - Heftige Regenfälle
Das Stauwerk des Wasserrückhaltebeckens hat seinen ersten Test bestanden. Nach langanhaltendem Regen brachten die beiden Bäche (Sandizeller Bach und Ost-West-Bach) am Fronleichnamstag soviel Wasser, dass dieses durch die voreingestelle Durchflussmenge aufgestaut wurde. Im Auslaufbereich trat das Wasser über die Bachufer und flutete den nördlichen Beckenbereich. Der Arrondierungskanal konnte ungehindert sein Wasser zur Ach transportieren, genau so, wie es die Planer vorgesehen haben.

25. Mai 2010
Der viele Regen und die teilweise hohen Temperaturen im Monat Mai verursachten ein kräftiges Wachstum der Pflanzen. Von den durch die Bauarbeiten im Sommer vergangenen Jahres gemachten Schäden an der Pflanzendecke ist daher kaum mehr etwas zu bemerken.

04. April 2010: Alles grünt an Ostern

27. Februar 2010: Ein Frühlingshauch verändert Verhalten
Unsere Tiere genießen die ersten warmen Tage und die kleinen, zarten grünen Blätter der Gräser. Jetzt sieht man sie auch wieder für längere Zeit wiederkäuend auf erhöhen Flächen liegen. Bei Eis und Schnee war dieses Verhalten selten zu beobachten. Auch ihr Bewegungsradius hat sich wieder über die gesamte Weidefläche ausgedehnt. Während der kalten Jahreszeit standen sie überwiegend an den verschiedenen Futterplätzen und warteten auf die Fütterung, eine sinnvolle typische Verhaltensweise. Wer sich wenig bewegt, verbraucht auch weniger Energie und kommt daher mit der Grundmenge an Futter (ca. 7 kg Trockenmasse) aus.
Trotz der z.T. niederen Temperaturen erkrankte kein einziges Tier, dank ihres dichten, wärmenden Winterfells. Der Unterstand wurde auch in diesem Winter von den Tieren zum Ruhen nicht aufgesucht, sie legten sich wie Wildtiere einfach in den Schnee.

30. Januar 2010: Schnee deckt alles zu
Mit heftigen Schneefällen und starkem Wind verabschiedet sich der Januar. Das im Sommer vergangenen Jahres gemachte Heu wird nun jeden Tag schon sehnsüchtig erwartet.

24. Januar 2010: Eislandschaft
Die niedrigen Temperaturen haben das angestaute Wasser gefrieren lassen. Weite Teile der Weidefläche sind somit als Futterfläche unbrauchbar geworden. Die Tiere müssen deshalb einmal täglich eine Portion Heu bekommen.


2009
>> zum Jahresbericht
17. Dezember 2009: Gedenktafel
An der Überfahrt über den Arrondierungskanal wurde eine Gedenktafel zur Errichtung des Retentionsraums Sandizell II aufgestellt. Dazu verwendete man einen bei den Bauarbeiten freigelegten Stamm eines Moorbaumes.

15. Oktober 2009: Feuchtbiotope
Die Bauarbeiten wurden abgeschlossen. Gerade noch rechtzeitig bevor Regen, Graupel und leichter Schneefall die Arbeiten unmöglich machten. In den angelegten Mulden und Fahrspuren sammelt sich Wasser, die Voraussetzung für die gewünschten Feuchtbiotope.

27. September 2009: Die letzten Arbeiten
Die beiden letzten Öffnungen am Damm sind geschlossen und er wurde damit nahezu fertig gestellt. Der Sandizeller Bach erhielt noch einige Ausweitungen und durch den Einbau von Störsteinen wurde die Fließgeschwindigkeit verringert.

18. September 2009: Das Ende naht
Der Ost-West-Bach und der Sandizeller Bach fließen jetzt durch den neuen Durchlass. In der Weidefläche wurden Flachmulden angelegt und die beiden Bäche erhielten Ausweitungen. Die Tiere können nun den Sandizeller Bach über eine Furt durchwaten, die gleichzeitig als Wintertränke dienen soll.

06. September 2009: Bauarbeiten zum Durchlassbauwerk
In knapp einer Woche wurde das Durchlassbauwerk in Fertigteilbauweise erstellt. Dazu war erheblicher Maschinenaufwand erforderlich. Der Sandizeller Bach erhielt kurzfristig einen neuen Verlauf, nachdem die ursprüngliche Verlegung unwirksam war.
Der Damm ist größtenteils fertig und bereits seitlich mit einer Humusschicht abgedeckt, die in den nächsten Tagen eingesät wird.

17. August 2009: Bachverlegung
Die Baggerarbeiten zur erforderlichen Verlegung des Ost-West-Baches sind abgeschlossen. Heute wurde der Durchfluss am alten Bachverlauf geschlossen und das Wasser fließt nun in seinem neuen Bachbett. Es wurde Wert darauf gelegt, dass die Gestaltung einem "natürlichen" Verlauf nahe kommt. Schnellfließende Bereiche wechseln sich mit langsamen ab, tiefe Stellen mit flachen, breite Abschnitte mit schmalen. Dadurch sollen sich neue Habitate für unterschiedliche Pflanzen und Tiere bilden.

26. Juni 2009: Die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Nach einer dreiwöchigen Pause werden jetzt die Bauarbeiten am Damm zum Wasserrückhaltebecken fortgesetzt. Unbeeindruckt vom Baulärm und -geschehen grasen die Tiere ruhig auf der Weide.

26. Juni 2009: Presseinformation Wasserrückhaltebecken Sandizell
Unter Anwesenheit umfangreicher politischer Präsenz wurde der Spatenstich zum Bau des Retentionsraumes der Öffentlichkeit nun offiziell mitgeteilt. Landrat Roland Weigert stellte das Projekt den Mandatsträgern des Landkreises, des Bezirks und des Landtags vor. Gleichzeitig bedankte er sich bei allen Beteiligten die zur Realisierung planerisch, finanziell und praktisch beigetragen haben und noch beitragen.
Besonders betonte er die zukünftige Wirkung für den Hochwasserschutz und den Nutzen für Landschaft, Flora und Fauna durch die extensive Beweidung des Rückhaltebeckens mit den Heckrindern.
Der Chef des Planungsbüros Eibl stellte an Hand von Plänen das gesamte Bauvorhaben mit seinen Bauwerken umfassend dar. Auch er legte Wert auf die Darstellung der ökologischen und landschaftlichen Bedeutung.

10.06.2009: Gefährdete Tierarten mussten im Arrondierungskanal festgestellt und falls vorhanden abgesiedelt werden iim

07.06.2009: Die
Bauarbeiten zum Wasserrückhaltebecken Sandizell II beginnen. Der DonaumoosZweck-verband hat in seiner Sitzung vom 02.06. den Start freigegeben. Zum Beweissicherungsverfahren trafen sich die Beteiligten vorort. Bis zum Baubeginn gab's noch viel zu tun. Der Weidezaun mußte verlegt werden, die Wintertränke abgebaut werde und die Herde auf die Ostweide verlegt werden.
Zunächst wurde die Grasnabe abgetragen und anschließend auf 15 m Breite bis zur tragfähigen Tonschicht das gesamte Material ausgehoben.

Mai
2009: Die
Rinderweiden und die Bäume des angrenzenden Waldes stehen in
vollem Grün. Wo Rinder stehen gibt es auch ihre Symbionten,
die Stare, die aufgescheuchte Insekten fressen.


05.04.2009:
Anfang
des Monats zeigten sich die Frühjahrsboten in voller Pracht,
wie z.B. Schlüsselblumen am Bachufer und das Lungenkraut am
Waldrand. Die Rinder genossen das erste Grün.
März
2009: Der
Unterstand musste am ehemaligen Standort abgebaut werden, da dort
der Damm für das Wasserrückhalte-becken aufgeschüttet
werden soll. Die Hütte steht nun auf der Nordweide, wo sie
vor Hochwasser geschützt ist.

Januar 2009: Wintertage
wie im Bilderbuch bescherte uns dieser Monat. Kälte, Schnee
und Eis. Wir mussten mit selbstgemachtem Heu zufüttern, da
die Tiere nicht mehr an ausreichend fressbares Gras gelangten.

2008
>>
zum Jahresbericht
08.Dezember
2008: Die
Bagger rücken an. Die Bauarbeiten am Rückhaltedamm werden
vorbereitet. Ein Kleinbagger wird für die ersten, groben Bodenuntersuchungen
eingesetzt.
November 2008: Am
24. Oktober fiel der erste Schnee des kommenden Winters.
Oktober 2008: Der
Herbst kündet sich mit Nebel und bunten Farben an.
September 2008: Anfang
August kamen die zwei Wiesen entlang der Klingsmooser Straße
zur Weidefläche hinzu.

August
2008: Mutterkuh
Liane brachte ihr zweites Kälbchen zur Welt. Es hieß
Sandi und war ein kleiner Stier. Die Kleewiese hat sich wunderbar
entwickelt.
Juni
2008: Entlang
des Arrondierungskanals wird auf einem schmalen Streifen Heu für
die Zufütterung im Winter gemacht.

April
2008:
Die Tiere fühlten sich sichtlich wohl, genossen
die warme Aprilsonne und das junge Gras. Auf dem angrenzenden Kartoffelacker
wurde eine Kleewiese eingesät.

16.02.2008:
An diesem schönen, sehr kalten Wintertag konnte die "Auerochsenherde"
erstmals auf die höher gelegene Nordweide verlegt werden.

2007
>> zum Jahresbericht
November
2007: Am 15.11. fiel der erste Schnee. Die Kälbchen drücken
sich um den Unterstand herum, sich im Innern aufhalten, das machen
sie nicht. Den Alttieren bereitet der Schnee und die niederen Temperaturen
keine Probleme. Am 17.11. wurden die Fleckvieh/Limousin von der
Nachbarweide nach Hause in den Laufstall gebracht.
Juli
2007: Ein herrlicher Sommer zauberte stimmungsvolle Landschaftbilder.
Die "Auerochsen" tragen jetzt ihr glattes, glänzendes
Sommerfell.
Juni
2007: Die Bauarbeiten am Unterstand wurden fortgesetzt, das
Dach montiert und die "Technikzentrale" (rotes Hüttchen)
errichtet. Die Anzahl der Tiere hat sich durch Geburten auf 10 erhöht.

Mai 2007: Die Tier haben sich zu einer Herde zusammengeschlossen,
die von Linaddili als Leitkuh angeführt wird. Bei angenehmen
Temperaturen wurde mit dem Bau des Unterstandes angefangen.
19.04.2007:
Am Morgen des 19.04.2007 durfte
Zuchtstier Baron aus dem Transportwagen erstmals auf die
Weide. Er hatte die lange Fahrt aus Berlin-Malchow bestens überstanden.
Schreiend kamen die 4 Kühe auf Baron zugelaufen und nahmen
erste Schnupperkontakte auf.

Die ersten Tiere auf der Weide am Pfaffenfeld
Am 31.03.2007 kamen die ersten vier weiblichen Tiere auf
die 8 ha große Weide. Wir holten sie aus Liebenau in Sachsen
beim Zuchtbetrieb von Klaus Zimmerhäckl ab. Dies waren: Linaddili,
Liane II, Liesel und Lina.
Linaddili brachte am 18.04.2007 das erste Kälbchen auf
dem Pfaffenfeld zur Welt. Es wurde Sandra getauft.
